Sammlungen des Genealogen, Ordnungsgesichtspunkte
Allgemein ist zum Ordnen zu sagen:
Es lohnt sich, möglichst von Anfang an die Stücke einzelnen Gruppen zuzuordnen
und aussagekräftige Listen zu führen. Andernfalls gibt es im Laufe der Jahre(!)
ein völlig
unübersichtliches Durcheinander.
Es lohnt sich bei vielen Stücken, diese mit kurzen Kennzeichnungen (Signaturen)
zu versehen. Das Anführen eines Stückes als Quelle wird damit bedeutend
erleichtert (zum Beispiel ‚U235’ anstelle von ‚Abschrift der Geburtseintragung
von Heinrich Piependeckel’) wie auch das Arbeiten mit einer Liste dieser
Stücke.
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Ausweise
enthalten Daten, Fotos, geben Aufschluß über Reisen (Visa!)
Reisepässe, Personalausweise, Schülerausweise, Jugendgruppenausweise
Ordnen: in Liste erfassen,
sprechende Bezeichnung: Name, Vorname, Ausstellungsjahr
Scannen: meist lohnt sich nur
das Scannen der Seite mit dem Personen-Foto.
Autofahrtenbücher
geben Auskunft über unternommenen (Urlaubs-)Fahrten
Briefe, alte, von Verwandten und
Bekannten
enthalten eventuell Daten und Lebensumstände,
können Aufschluß über Verwandtschaftsverhältnisse geben
Notwendigkeit von Transscriptionen, da jüngere Leute Sütterlin nicht mehr lesen
können
Ordnen: in einer Liste
fortlaufend nummerieren, vor der Nummer Kürzel für Briefe, zum Beispiel „Br099“
Dokumente
Personen- und Sachumstände betreffend (Katasteramtsauszüge, Baupläne,
Inventarverzeichnisse, Handelsregisterauszüge, Ehrenurkunden,
Ordensverleihungsschriften, Soldbücher,
Sparbücher, Ahnenpässe, Zeugnisse, (militärische) Entlassungsurkunden,
usw.usw.)
Ordnen: in einer Liste
fortlaufend nummerieren, vor der Nummer Kürzel für Dokumente, zum Beispiel
„Do215“/
genaue Beschreibung/
Ausstellungsort und –Datum/ Standort des Originals/
mit welcher Korrespondenz
erhalten/ Original oder Kopie usw.
Erinnerungsstücke und Abbildungen davon
Beispielsweise: Schmuckstücke, Orden, personalisierte Reiseandenken,
Jubiläumsgeschenke, Taufgeschenke u.ä.
Familienanzeigen
Geburts-, Heirats- und Sterbe-Anzeigen als einzelne Druckstücke und aus
Zeitungen
Zeitungsartikel über Verwandte
Scannen: optimale Komprimierungsart
ausprobieren!
Ordnen durch entsprechende
Benennung der Scann-Dateien, zum Beispiel:
Heiratsannonce in der Zeitung:
„BoettcherHenningHZ.JPG“
(Brief-) Geburtsanzeige : „BoettcherHenningG.JPG“
Familienforschungs-Korrespondenz und Notizen von
mündlich erhaltenen Informationen
Fotos, Negative, Filme
Man kann sowohl einzelne Personenporträts als auch fast komplette
Foto-Hinterlassenschaften berücksichtigen.
Inhalt zu erstellender Listen: dargestellte Personen mit vollem Namen benennen
(also nicht: „Vater“ oder „Tante Emma“),
aber auch umfassende Bildbeschreibung erstellen (erleichtert das Wiederfinden,
zum Beispiel „Hofeinfahrt Jakobistr. mit Schnee“)/ Aufnahmedatum und –Ort,
verschiedene Listen entsprechend Foto-Art, Aufbewahrungsort erstellen („Album
1“, Album 4 August“,
„Karton Gross, Packung 11“, „Negative Henning“ usw.
in den Listen Signaturen (je Bild eine eigene Kurzbezeichnung,
listenspezifisch) automatisch erzeugen
Praktisch u.a. zum Finden von Fotos ist die Erfassung mit einem Scanner und die
Ablage komprimierter Bild-Dateien
mit nachfolgender Benutzung eines Bildbetrachtungsprogrammes;
eine Bilddatei kann beispielsweise 20 (Thumbnail-) Bilder gleichzeitig auf dem
Bildschirm darstellen, was das Suchen beschleunigt.
Landkarten
eventuell historische, von Gegenden, in denen
Vorfahren gelebt haben
Niederschriften
Familiengeschichten
Forschungszusammenfassungen, eigene und von Verwandten
Notizbücher
enthalten oft Geburtstage und besondere Vorkommnisse
Ortslisten
mit Angabe der geographischen Lage der Orte
(geographische Länge und Breite oder Lage in Bezug auf einen größeren Ort)
Die Lage eines einmal gefundenen Ortes muß festgehalten werden, um späteres
erneutes Suchen
zu vermeiden.
Personendaten
Geburts-, Heirats- und Sterbedatum und Ort
Wohnorte
Bekenntnis
Berufe
Quellenangaben
Anmerkungen
usw usw.
Urkunden
Personendaten betreffend (Kirchenbuch-Kopien, -Abschriften,
Standesamtsurkunden, usw.)
Ordnen: in einer Liste
fortlaufend nummerieren, vor der Nummer Kürzel für Urkunden, zum Beispiel U305
Die Unterscheidung zwischen Dokument und Urkunde ist oft nur willkürlich
möglich.
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