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Stand 26.11.2003 |
Der erste bekannte Böttcher-Vorfahre
Aus dem Kirchenbuch Gerstungen
1) Taufe

Vor der ‚Reinigung’

Nach der ‚Reinigung’
Gerstungen, Getaufte 1737, Nr.8
Wie erzeugt man eine solche bereinigte Darstellung?
#8.
d.20.Febr. ist Anna Sabina Schmitin außer der Ehe
ein Sohn gebohren und d. 21. getauft worden, Ge-
Vatter waren 1. Johannes Ißleib (?) jun. 2. Conrad Vogley
3. Anna Maria Küchen, und 4. Anna Maria Bachmännin(?)
2) Trauung

(Umriss-Buchstaben
ergänzt, da Kirchenbuchseite defekt)
Gerstungen,
Copulierte 1766, pag.50 (Bleistift) beziehungsweise pag.52 (Stempel)
Der Jgsell Jo.Conrad Böttger, hieraus bürtig /. Sabina
Schmidtin unehliger Sohn./. Schäfer auf dem Allmeshoff, u.
Jgfr Anna Elis. Helwigin, Jo.Henr. Helwigs, Berg-
Steigers in Richelsdorff hinterlaßene ehel. älteste Tochter
sind nach 3mahligem Auffgebot in der Woche nach Dom
XIV. p. Tr. in Richelsdorf copuliert worden.
Der 14. Sonntag nach Trinitatis 1766 ist der 31.August.
Es gibt sicher viele Wege, eine sauber aussehende Kopie von
einem alten Schriftstück zu erstellen. Einige Möglichkeiten seien hier
vorgestellt.
1.
Ohne jegliche Computer-Benutzung
Man erstellt von der vorhandenen Vorlage (Kopie, Foto-Abzug) eine starke
Vergrößerung mit einem Kopiergerät. Auf diese Vergrößerung legt man einen Bogen
Transparent-Papier, den man unverrückbar mit der Kopie verbindet (lösbarer
Klebstreifen oder ähnliches). Dann zeichnet man auf dem Transparentpapier die
Schriftumrisse nach. Anschließend füllt man die Schriftumrisse mit (am besten
schwarzer) Tinte aus. Nun kann man die (bereinigte) Schrift auf dem
Transparent-Papier auf einem Kopierer wieder zur gewünschten Größe verkleinern.
– Beide obige Kirchenbuch-Auszüge wurden auf solche Weise erstellt.
2.
Mit Benutzung eines Computers, mit Bildbearbeitungsprogramm
Sehr arbeitserleichternd ist die Benutzung eines Bildbearbeitungsprogrammes,
welches die Benutzung von verschiedenen Ebenen gestattet. Dabei enthält die
eine Ebene die gescannte Vorlage (Kopie, Foto-Abzug), auf einer anderen Ebene
werden wie oben die Schriftumrisse nachgezeichnet. Die Nachzeichnung macht man
mit einer anderen Farbe als sie die Vorlage besitzt. So kann man Vorlage und
Nachzeichnung leicht unterscheiden. Nach vollendetem Nachzeichnen füllt man die
(lückenlosen!) Umrisse mit Farbe und wandelt alle Farbe in Schwarz um. Dann
kann man die Nachzeichnungs-Ebene allein abspeichern oder ausdrucken. Die
Nachzeichnung besteht nur aus zwei Farben, Schwarz und Weiß. Damit kann ihre
Datei gut komprimiert und platzsparend gespeichert werden, etwa im GIF-Format.
Der große Vorteil bei mehreren Ebenen besteht darin, daß man bei mißlungener
Nachzeichnung die Nachzeichnungs-Ebene löschen kann oder darauf radieren kann,
ohne die Vorlage zu verändern.
3.
Mit Benutzung eines Computers, ohne Bildbearbeitungsprogramm
Selbst mit
einem ganz einfachen Malprogramm ist die Bereinigung einer kopierten Vorlage
möglich, wenn man wenigstens die Vorlage scannen kann.
Man bringt die Vorlage auf eine reine Schwarz-Weiß-Darstellung und zeichnet die
Umrisse farbig nach. Nach einigen erfolgreichen Arbeitsschritten legt man
jeweils eine Sicherheitskopie an. Sind alle Umrisse fertig, löscht man mit
entsprechendem Werkzeug (Schwarz durch Weiß ersetzen) die Vorlage vollständig,
übrig bleiben die bereinigten Schriftzüge. Diese wandelt man von Farbe nach Schwarz
um: fertig!
4.
Mit Benutzung eines Computers, mit Bildbearbeitungsprogramm, bei
sauberer Vorlage
Bei einer
sehr guten Vorlage kann sich die Vorgehensweise vereinfachen, wenn sie nicht
gar überflüssig ist. – Man löscht mit einem Malwerkzeug zunächst allen
‚Schmutz’ von der Vorlage, soweit es die Zeit und die Geduld erlaubt (‚Schmutz’
mit reinem Weiß übermalen.). Dann ersetzt man verbliebene helle Grautöne durch
weiß, verbliebene dunkle Grautöne durch Schwarz. Schließlich erhöht man den
Kontrast so stark wie möglich und kommt damit zu einer reinen
Schwarz-Weiß-Darstellung, die wieder stark komprimiert platzsparend gespeichert
werden kann.
5.
Mit Benutzung eines Computers, mit Bildbearbeitungsprogramm mit
Schwellwerteinstellung
Manche
Bildbearbeitungsprogramme können aus einem Bild mit Grautönen ein reines
Schwarz-Weiß-Bild machen. Einige Programme haben einen festen Schwellwert, das
heißt, alles, was weniger grau ist als dieser Schwellwert, wird weiß, und alles
was schwärzer ist, als der Schwellwert, wird tiefschwarz. Manche Programme
gestatten sogar die Einstellung dieses Schwellwertes. Man kann dann den
Schwellwert so wählen, daß die Darstellung der Schrift optimal wird. – Oft scheitert
diese Methode daran, daß die Untergrundschwärzung über das ganze Bild gesehen stark
unterschiedlich ist oder daß der Kontrast zwischen Untergrund und Schrift zu
schwach ist.
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