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Stand

23.November 2005

Erfahrungen bei der digitalen Foto-Archivierung

© Henning Böttcher

 

Da es leider nicht gelang, die vorgesehenen Beispiel-Bilder in diesen Text einzubinden, müssen diese je nach Wunsch getrennt geladen werden. Das hat den Vorteil, daß die dafür benötigte Ladezeit nur bei entsprechendem Wunsch anfällt.

 

Erfahrungen bei der digitalen Foto-Archivierung. 1

1. Allgemeines. 1

a. Aufbewahrung der Originale. 2

b. Schädliche Veränderungen an fotographischem Material 2

c. Nummerierung. 2

2 Digitalisisierte Bilder in der Genealogie. 2

a. Bebilderung von Familienforschungsergebnissen. 2

b. Archivierung sämtlicher Fotos aus der Familie/ Gruppierung, Auflistung. 3

3. Scannen von Fotos mit anschließendem Speichern der gewonnenen Dateien. 4

a. Bei Bebilderung mit Portraits. 4

b. Bei Erstellung einer Übersicht unter Archivierung aller Originalvorlagen. 4

c. Auflösung. 5

4. Bearbeiten der gescannten Bilder 6

a. Retuschen. 6

b. Beschriftung, Dateiname. 6

c. Komprimierung, Verringerung des Speicherbedarfs. 7

d. Freistellen. 7

e. Ausschnittvergrößerung. 7

f. Bildgröße reduzieren. 7

g. Auflösung herabsetzen. 8

h. Wahl von Dateiformat und Farbenzahl 8

5. Suchen bestimmter Bilder 8

a. Informationen in der Bild-Datei 9

b. Datei-Informationen oder Verzeichnis-Liste?. 9

c. Übersichtsbilder 9

1. Allgemeines

Foto-Abzüge und -Vergrößerungen werden im Folgenden in Bezug auf die Archivierung gleich behandelt wie Foto-Negative; alle können gescannt und als Dateien abgelegt werden. Das Digitalisieren besonders von alten Fotos ermöglicht als Nebenvorteil ungeahnte Bearbeitungsmöglichkeiten: ‚flaue’ Bilder können erheblich kontrastreicher gemacht werden, wodurch vorher fast nicht sichtbare Details zum Vorschein kommen können, Bildmängel können fast völlig beseitigt werden usw. (Bildmängel können dabei mechanischer oder tonmäßiger Art sein.) Dies völlig unabhängig davon, ob das zum Scannen benutzte ‚Original’ ein Negativ oder ein Positiv (Abzug bezw. Vergrößerung), schwarz-weiß oder bunt ist. (siehe auch Retuschen)

Es gibt verschiedene weitere Gründe, Fotos zwecks Archivierung zu digitalisieren; einige davon betreffen die Familienforschung. Von diesen soll hier die Rede sein. Vorher einige Worte zur Aufbewahrung der Originale.

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a. Aufbewahrung der Originale

Entschließt man sich zur Aubewahrung aller zugänglichen Fotos, Abbildungen und Negative nach 2b, muß man die Aufbewahrung der Originale dergestalt vorzunehmen, daß

1.      die Originale sicher vor Beschädigung und Veränderung sind

2.      ein bestimmtes Original leicht findbar ist

3.      die Aufbewahrungsmittel selbst gut aufbewahrt werden können.

Alle Aufbewahrungsmittel sollten keinerlei Dämpfe (zum Beispiel Weichmacherdämpfe) abgeben, um die Bilder nicht chemisch zu beeinflussen.

Bewährt haben sich für Positive Ordner mit Zeigetaschen, wobei die Zeigetaschen unterschiedliche Unterteilungen haben sollten, je nach Größe des unterzubringenden Originals (1, 2, 4 oder mehr Einzeltaschen je A4-Zeigetasche). Für Negative wird man unterschiedliche Behältnisse wählen, je nach Art und Größe der Negative (Glas-Negative, Planfilm, Rollfilm, Kleinbildfilm). Mehrere dieser Kleinbehältnisse können in einer Kartonschachtel aufbewahrt werden, wie sie zur Aufnahme von A4-Blättern und –Mappen im Handel sind.

b. Schädliche Veränderungen an fotographischem Material

Fotograpkische Negative sind gegenüber mechanischen, chemischen und ähnlichen Einwirkungen sehr empfindlich. Da fotographisches Material eine eingetrocknete Schicht trägt, machen sich manche Einflüsse unter dem Einfluß von immer vorhandener Raumfeuchtigkeit erst nach längerer Zeit bemerkbar.

- Fingerabdrücke.

Einmal eingefressen, lassen sie sich kaum wieder entfernen. Es läßt sich nur verhindern, daß weitere entstehen. Dazu sollte man beim Hantieren mit fotographischem Material Schutzhandschuhe tragen. Sie sind im Fotohandel erhältlich. Sie verhindern, daß Schweiß und Bakterien ungewollt auf die Schicht gelangen.

- Ausdünstungen.

Bestimmtes Diapositivmaterial scheint Stoffe auszudünsten, die sich an Glaseinfassungen niederschlagen. Dadurch wird je älter ein Diapositiv ist, die Lichtdurchlässigkeit mehr und mehr beeinflußt. Man sollte daher vor dem Scannen von Diapositiven eine eventuelle Glaseineinrahmung entfernen.

c. Nummerierung

Alle aufbewahrten (archivierten) Gegenstände und Aufbewahrungsmittel sind eindeutig zu nummerieren (siehe auch Bild-Nummer). Erst damit wird die Erstellung von Listen (siehe unten) und das Wiederfinden der Gegenstände ermöglicht.

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2 Digitalisisierte Bilder in der Genealogie

a. Bebilderung von Familienforschungsergebnissen.

Sollen lediglich Stammbäume oder Ähnliches mit Bildern der Vorfahren versehen werden, so genügen Portraits einzelner Personen. Diese können Ausschnittvergrößerungen sein aus Bildern, die neben der betreffenden Person noch viele andere Personen zeigen können.

Das Ziel wird es in diesem Falle sein, von jeder in der Genealogie vorkommenden Person mindestens ein Portrait-Bild zu finden.

Die Benennung der Bilddateien erfolgt entsprechend der dargestellten Person. Es erweist sich hierbei als sehr praktisch, wenn man jeder Person bereits aus anderen Gründen eine Kurzidentifikation (siehe Nummerierungssystem Böttcher) zugeteilt hat, weil damit der Dateiname kurz gehalten werden kann. Denn wenn man etwa Franz Piependeckel senior und Franz Piependeckel junior oder Erina Beckervordersandforth unter seinen Vorfahren hat, wird der Dateiname ohne Kurzidentifikation lang

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Von den meisten Personen gibt es Aufnahmen in verschiedenen Lebensaltern. Damit stellt sich die Frage, ob man von allen Personen Fotos aus verschiedenen Lebensaltern in die Sammlung aufnehmen soll oder ob alle Fotos in einem bestimmten Lebensalter aufgenommen sein sollen.

In beiden Fällen erhebt sich das Problem, ob man die gewünschten Portraits zur Verfügung hat. Ist das nicht der Fall, hat man nachher eine Mischung von Portraits aus verschiedensten Lebensaltern: Vom einen liegt nur ein Baby-Foto vor, vom anderen nur eins aus dem Greisenalter; vermeiden läßt sich das kaum.

Was geschieht mit den nicht mehr benötigten Original-Bildern, nachdem die Einzel-Portraits herausgezogen worden sind?

Wenn man die Originale aus Platz- oder anderen Gründen entsorgt, kann es passieren, daß Bilder nur vermeintlich unbekannter Personen verloren gehen. Vielfach kann man nämlich erst viel später aus anderen Fotos, die etwa schon zur Entstehungszeit beschriftet wurden, schließen, wer eine der ‚unbekannten Personen’ war. – Ebenso wird jemand, der die Bebilderung anders gestalten möchte oder ein bestimmtes Detail sehen möchte, keine Bilder mehr vorfinden.

Also sollte man die vorhandenen Abbildungen von vornherein aufheben, archivieren, siehe nächstes Kapitel.

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b. Archivierung sämtlicher Fotos aus der Familie/ Gruppierung, Auflistung.

Eine andere Möglichkeit, mit Fotos umzugehen, ist, von vornherein alle aufgefundenen Fotos fast ohne Rücksicht auf den Bildinhalt zu archivieren und dann so vorgehen, daß man prinzipiell fast alle Fotos, in erster Linie die sehr die alten, aufbewahrt. Man kann sie in einer, besser in mehreren Listen erfassen, in der mindestens

- der Name der Bilddatei (siehe unten)

- Untergruppe (siehe unten), zu der das Bild gehört

- die ursprüngliche Beschriftung und Bedruckung des Fotos,

- das genaue oder geschätzte Aufnahmedatum (immer!),

- der Aufnahmeort und

- die dargestellten Personen, Gegenstände, Landschaften u.ä.
- eine Laufnummer (10, 20, 30 usw.) für jede Zeile der Liste
erfaßt sind.
(Die Laufnummern gestatten es jederzeit, die Liste wieder in die Original-Reihenfolge zu bringen.)

Meist ist ein weiteres Feld mit nur den Personennummern der dargestellten Personen unerläßlich: eine Frau, neuerdings auch ein Mann, kann kann ja einmal mit ihrem Geburtsnamen aufgeführt sein, das andere Mal nach ihrer Heirat mit ihrem Familiennamen. Die Personennummer ist aber unveränderlich, gleichgültig, ob und wie oft die betreffende Person geheiratet hat. Die Suche nach der Personennummer wird immer zum Ziele führen. Ähnliches gilt für mehrere personen mit gleichem Vor- und Familiennamen (Franz Meier Vater, Franz Meier Sohn, Franz Meier Enkel).

Mehrere Listen bieten sich bei sehr vielen Originalen an oder wenn die Originale schon von vornherein gruppiert sind (siehe Gruppe.). Mehrere Listen erleichtern die Übersicht und in manchen Fällen das Suchen (zum Beispiel: ein Kinderfoto des eigenen Vaters findet sich bestimmt nicht im Album der Schwiegermutter)(siehe auch Suchen).

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Eine solche Liste kann erweitert werden um die Pfadangaben für die Dateien, Angaben der berührten Themenkreise usw. Themenkreise können beispielsweise sein: „Familie Meier“ (Me), „Familie Schulze“ (Su), „Häuser der Familie Schmidt“ (HSi), „Trümmer in Hildesheim nach Bombenangriff“ (TrHi), usw. Für jeden Themenkreis wählt man praktischerweise ein Kürzel, wie oben in Klammern gezeigt. Ein Foto kann mehreren Themenkreisen zugeordnet werden. Mehrere (Themen-) Kürzel können in einem einzigen Feld untergebracht werden, getrennt zum Beispiel durch „/“. Damit kann man aus allen Bildern die zu einem bestimmten Themenkreis gehörenden heraussuchen lassen.

Vor der Erstellung der Liste sollte man die Fotos unter Berücksichtigung ihrer Aufbewahrungsart in Gruppen einteilen, zum Beispiel

* Album 1 des Vaters

* Schwarzwaldreise von Herbert

* Uralte Negative
   mit der Untergruppe „Päckchen 6“

Dies erleichtert das Auffinden der Originale. Das kann etwa nötig werden, weil eine Bilddatei beschädigt oder verloren ist, die Scan-Qualität verbessert werden soll oder jemand eine fotographische Kopie haben möchte. Man wählt darum solche Dateinamen für die digitalisierten Bilddateien, die einen Hinweis auf die Gruppe geben, in obigen Beispielen wäre das:

„Alb1VaterS05_03.jpg“                 für Bild 3 auf Seite 5 von Vaters Album Nr.1

„SchwarzwF02_28.jpg“       für Bild vom Negativ28 des Filmes 2 der Schwarzwaldreise

„UraltnegP06_042.tif“          für Bild vom Negativ 42 des Päckchens 6 der uralten Negative

Die Dateinamen sind folgendermaßen zusammenzusetzen:
zuerst Gruppe,
dann Untergruppe,
schließlich Bild-Nummer
.
Damit kommen die Dateinamen nach einer Sortierung in eine sinnvolle Reihenfolge. Bei Nummerierungen (Seite, Neg.-Nr.usw.) sorge man durch führende Nullen dafür, daß alle Zahlen einer Gruppe mit der gleichen Stellenzahl eingegeben werden können. Andernfalls gibt es beim Sortieren der Dateinamen ein Durcheinander (siehe Alb1 (höchste Anzahl 9), S05 (höchste Anzahl 99), 042 (höchste Anzahl 999) in obigen Beispielen).

Werden auch Ausschnittvergrößerungen als Datei abgelegt, sollten diese den gleichen Dateinamen wie das ursprüngliche Bild bekommen, nur um einen Zusatz erweitert. Dadurch erscheinen ursprüngliches und vergrößertes Bild in Verzeichnissen und Listen dicht beieinander. (Siehe BG029 und BG029a im Beispiel für ein Übersichtsbild.) Das gleiche gilt für erklärende zusätzliche Bilder. 

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3. Scannen von Fotos mit anschließendem Speichern der gewonnenen Dateien.

Ob man bebildern, archivieren oder eine Übersicht erstellen will, hat einen Einfluß auf die Parameter, die man zum Scannnen einstellen muß. (Soweit Negative gescannt werden, sollten diese gleich beim Scannen in Positiv-Darstellung gebracht werden.)

a. Bei Bebilderung mit Portraits

Will man nach dem Herausziehen der Portraits auf die Originale verzichten, wird man die Parameter derart wählen müssen, daß eine später gewünschte Retusche an den Bildern noch möglich ist, auch so, daß man einen gewünschten Ausdruck eines Bildes noch mit der nötigen Qualität erstellen kann.

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b. Bei Erstellung einer Übersicht unter Archivierung aller Originalvorlagen

Will man in der Hauptsache eine Übersicht oder Katalog über alle vorhandenen Bilder zusammenstellen, kann das Scannen mit niedrigerer Qualität erfolgen, da die Original-Vorlagen immer noch zur Verfügung stehen sollten; das heißt, es können dann nach dem Scannen und Bearbeiten die Dateien mit niedrigrer Qualität gespeichert werden (stärkere Komprimierung (siehe Komprimierung), verringerte Bildabmessungen und so weiter). Es lassen sich so über 3000 Bilder auf einer CD unterbringen.
Vorteilhaft ist es, mehrere sogenannte Thumbnail-(Daumennagel-)Bilder zu einem Übersichtsbild zusammenzufassen und diese Übersichtsbilder ebenfalls zu speichern. Dieses beschleunigt die Suche nach einem Bild, von dem nur der ungefähre Bildaufbau bekannt ist.

Manche Bild-Präsentationsprogramme enthalten ähnliche Funktionen. Selbst erstellte Übersichtsblätter haben jedoch folgende Vorteile:

- Ein ‚Scrollen’ ist überflüssig. Dieses kann bei großen Bildmengen ermüdend sein.

-         Für die Darstellung und das Ausdrucken der Übersichtsbilder wird kein spezielles Programm benötigt, da sich die Übersichtsbilder mit jedem Bildbetrachtungsprogramm darstellen lassen und nicht etwa nur mit demjenigen, mit dem sie erstellt wurden. Dieser Gesichtspunkt ist vor allem dann wichtig, wenn die Übersichtsbilder anderen zur Verfügung gestellt werden, die selten über das notwendige Betrachtungsprogramm verfügen werden.

Bei Bedarf Beispiel-Bild laden!

(image002.jpg = Beispiel einer Übersichtsseite mit 20 Miniaturfotos)
ACHTUNG: Laden benötigt Zeit!

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Vorteilhafterweise gestaltet man die Übersichtsblätter (durch Auswahl von Reihen und Spalten sowie Thumbnail-Größe) so,

- daß sie das Bildschirmformat gerade ausfüllen,
- daß die Thumbnail-Bilder noch gut erkennbar sind und
- daß der Dateiname eines Bildes noch lesbar ist.

Nachteilig ist, daß das selbsterstellte Übersichtsblatt nicht mit den anderen Bildern verlinkt ist, wie das bei vielen speziellen Betrachtungsprogrammen der Fall ist. (Man kann nicht durch Anklicken des Thumbnail-Bildes zum zugehörigen Bild im Normal format gelangen.)

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c. Auflösung

Vielfach wird empfohlen,die Auflösung der Bildschirmauflösung anzupassen, also nur mit 96 Pixel/Zoll zu scannen. Damit erreicht man zweifellos die kleinstmögliche Dateigröße. Dies kann jedoch Nachteile mit sich bringen:

·        Hat man zum Beispiel ein sehr kleines Original (Briefmarke) und vergrößert den Scan auf Bildschirmgröße, so werden die einzelnen Pixel genau sichtbar.

·        Will man die Darstellung eines gescanten Bildes vergrößern, werden ebenfalls die Pixel sichtbar.

Die nachfolgenden Abbildungen zeigen die Unterschiede in Auflösung und Dateigröße.

Die Auflösungs-Unterschiede machen sich vor allem bemerkbar, wenn die Abbildungen jeweils auf Bildschirmgröße vergrößert werden.

 

Bei Bedarf Beispiel-Bilder laden!

(marke400.bmp = Beispiel einer Briefmarke, hochauflösend, unkomprimiert)
ACHTUNG: Laden benötigt Zeit!

oder

(marke400.jpg = Beispiel einer Briefmarke, hochauflösend, komprimiert)
oder

(marke096.bmp = Beispiel einer Briefmarke, niedrigauflösend, unkomprimiert)
oder

(marke096.jpg = Beispiel einer Briefmarke, niedrigauflösend, komprimiert)

Hinweis:

Falls eine direkte Vergrößerung auf Bildschirmgröße nicht möglich ist, versuche man, das Bild zu speichern und die gespeicherte Version mit einem zur Verfügung stehenden Grafik-oder Bild-Programm zu vergrößern.

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4. Bearbeiten der gescannten Bilder

a. Retuschen

Wie erwähnt, können digitalisierte Bilder je nach Bildbearbeitungsprogramm auf digitalem Wege vielfältig korrigiert und bearbeitet werden. Das betrifft etwa Kratzer und Knicke, schlechten Kontrast, Farbstiche, Verzerrungen, Beschriftungen und ähnliches, siehe die zwei Beispiele unten.

Die digitale Bearbeitung von Bildern hat gegenüber der analogen Fremdbearbeitung den Vorteil, daß man die eigenen Wünsche berücksichtigen kann (was ist wichtig für mich?) und das Ergebnis sofort beurteilen kann.
Will man ein wirkliches Archiv erstellen, sollte man verfälschende Veränderungen des Bildinhaltes völlig beiseite lassen; gemeint sind Entfernen oder Hinzufügen von Personen oder Gegenständen: trägt der Großonkel auf einem Bild ein Parteiabzeichen, sollte man es nicht wegretuschieren. 
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Bei Bedarf Beispiel-Bild laden!

(image003.jpg = Beispiel für Fotoüberarbeitung oder Retusche)
ACHTUNG: Laden benötigt Zeit!

 

b. Beschriftung, Dateiname

Unbedingt notwendig ist es, das Bild zu beschriften. Um die Beschriftung für jeden Betrachter verständlich zu machen, ist einen Benennung der Personen, Gegenstände, Landschaften usw. mit einer Bezeichnung vorzunehmen, die vom Autor völlig unabhängig ist.

„Ich im Badeanzug“ sagt dem Enkel der dargestellten Person, der das Foto vor sich hat, gar nichts, „Franz Meier junior 1936“ hingegen alles, was notwendig ist, um zu wissen, wer fotographiert wurde. Wird auch noch die oben erwähnte Kurzidentifikation der Person(en) angegeben, ist eine eindeutige Verknüpfung zu anderen genealogischen Aufzeichnungen vorhanden. (Diese Angabe wurde in den Bildbeispielen noch nicht angebracht.)
Die Beschreibung des Bildinhaltes kann am besten durch Beschriftung erfolgen.

·        1. Die Beschriftung kann innerhalb des Bildes erfolgen, aber auch

·        2. in einem zusätzlich unterhalb des Bildes angebrachten weißen Schriftfeld.

Bei Bedarf Beispiel-Bild laden!

(image005.jpg = Beispiel für Beschriftung innerhalb des Fotos)
ACHTUNG: Laden benötigt Zeit!

 

Bei Bedarf Beispiel-Bild laden!

(image124_2421.jpg = Beispiel für Beschriftung in Schriftfeld)
ACHTUNG: Laden benötigt Zeit!

Welche Art der Beschriftung man wählt, hängt auch davon ab, ob man mehr Wert auf das Bild oder die Namen legt. Möchte man das Bild unversehrt zeigen, wählt man die zweite Art der Beschriftung.

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Eine gesprochene Beschreibung des Bildinhalts setzt das Vorhandensein eines Präsentationsprogrammes mit Sprachausgabe voraus, womit bei Weitergabe des Bildkataloges an andere Personen kaum zu rechnen ist. Außerdem wird die Beschreibung mit Sprache dann schwierig oder sie fällt unvollständig aus, wenn das Bild viel Inhalt hat, zum Beispiel bei einem Hochzeitsfoto mit 15 Personen, deren aller Name bekannt ist.

Die Bildbeschreibung, mindestens die Angabe der Personen-Namen sollte so vollständig wie möglich sein. Personen, deren Name im Moment allen geläufig zu sein scheint, sind mit Sicherheit einige Jahrzehnte später nicht mehr allbekannt. Oder sie sind schon im Moment nicht allen Personen geläufig, denen das Bild gezeigt werden könnte. (Ein ganz entfernter Verwandter in USA zum Beispiel hat meine Mutter nie kennengelernt.)
Der Name der Bilddatei (Erstellung siehe oben) wird meist durch das Praesentationsprogramm zusammen mit dem Bild zur Anzeige gebracht. Sollte das nicht der Fall sein, muß der Dateiname auf anderem Wege dargestellt werden, um Rückfragen zu einem bestimmten Bild oder eine Bestellung desselben zu erleichtern. In dem oben behandelten Übersichtsbild steht unter jedem Miniaturbild der Dateiname.
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c. Komprimierung, Verringerung des Speicherbedarfs

Um Speicherplatz auf der Harddisk oder CD zu sparen, sollten die Bilddateien komprimiert werden. Verschiedene Bildbearbeitungsprogramme bieten die Möglichkeit, eine in einer Darstellungsart (zB. ....BMP) geladene Bilddatei in einem anderen Format (zB. ....JPG oder ....GIF) abzuspeichern.
Geht man nach 3a. vor, ist eine Kompressionsart zu wählen, die ein mehrmaliges Speichern ohne Qualitätsverlust erlaubt (wegen eventueller Weitergabe der Bild-Dateien).
Bei Vorgehen nach 3b. hingegen braucht man auf eine Weitergabe keine Rücksicht zu nehmen, wenn die Original-Bilder tatsächlich auch aufbewahrt/archiviert werden.
Werden auch Schriftstück-Abbildungen berücksichtigt, versuche man vor dem Komprimieren, deren Datei auf zwei Farben (schwarz und weiß) zu reduzieren. Dies gelingt immer, wenn zum Beispiel eine guterhaltene Familienanzeige gescannt wurde, mit anderen Worten, wenn die Vorlage praktisch nur reine Schwarz- oder Weiß-Töne enthält. Bei weniger gut erhaltenen Vorlagen oder schlechten Kopienkann vor der Reduzierung auf S-W eine Bearbeitung der Abbildung nötig werden.

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d. Freistellen

Platzsparend ist es auch, ein ‚Freistellen’ vorzunehmen. Hat man etwa 5 Personen vor einem Waldstück, wobei die Personen nur ein Drittel der Bildbreite einnehmen, so lohnt es sich, die überflüssigen Waldteile wegzuschneiden. Sind hingegen die 5 Personen in ähnlicher Weise vor dem Haus des Großvaters abgebildet, so möchte man vielleicht auch das ganze Haus sehen und unterläßt das ‚Freistellen’.

e. Ausschnittvergrößerung

Sind wesentliche Bildinhalte auf dem Original so klein, daß man sie kaum erkennen kann, kann man durch obiges Freistellen bewirken, daß diese Bildinhalte die zur Verfügung stehende Fläche besser ausfüllen. Ist auch das Gesamt-Original interessant, kann man beide Formate speichern, sowohl den Scan vom ganzen Original wie auch den vom freigestellten (vergrößerten) Bild.

f. Bildgröße reduzieren

Ferner kann man vor dem Komprimieren die Bildgröße (in Pixeln) reduzieren, vor allem, wenn das benutzte Praesentationsprogramm jedes Bild automatisch an die Bildschirmgröße anpassen kann, das heißt, wenn das Praesentationsprogramm auch ein kleines Bild in voller Bildschirmgröße anzeigen kann.

Für alle diese Bearbeitungen sind Versuche unumgänglich, um das bestmögliche Vorgehen und Komprimierungsverfahren herauszufinden.
Für die Darstellung auf dem PC-Bildschirm hat sich eine Bild-Dateigröße (komprimiert) von etwa 90-180kB als guter Kompromiss hinsichtlich Speicherplatz und Bildqualität erwiesen (sowohl bei schwarz-weiß- wie auch bei Color-Bildern). Damit finden mehr als 3000 Bilddateien auf einer CD Platz.

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g. Auflösung herabsetzen

Unter Umständen, wenn etwa eine weitreichende Bearbeitung des Bildes nötig ist, wird man beim Scannen eine hohe Auflösung (Pixel pro Zoll/Inch) gewählt haben. Da aber bei einer Übersicht nicht mehr mit nachträglichen Vergrößerungen zu rechnen ist, sollte man vor dem Abspeichern die Auflösung so weit wie möglich herabsetzen oder von vornherein schon beim Scannen klein wählen. Sehr hohe Auflösungen (zum Beispiel 1200 Pixel pro Zoll) können weder von Bildschirmen noch von vielen Druckern überhaupt dargestellt werden. Eine Bildröhre kann zum Beispiel eine Auflösung von nur 1280 Punkten über die ganze Linienbreite haben, ein Drucker eine Auflösung von 300 Pixel pro Zoll.

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h. Wahl von Dateiformat und Farbenzahl

Es gibt die verschiedensten Dateiformate, unter denen Bilddateien abgespeichert werden können, zum Beispiel ...BMP, ...JPG, ...GIF, ...TIF, ...PCX und so weiter. Hier geht es um die sich ergebende und abzuspeichernde Dateigröße, die je nach Format und Farbigkeit sehr unterschiedlich sein kann. Damit scheidet das ...BMP (Bitmap-) Format gleich aus, da es sehr große Dateien erzeugt. Das ...JPG-Format erzeugt unter Umständen gegenüber dem Bitmap-Format 20fach kleinere Dateien, soll jedoch bei jedem erneuten Abspeichern die Bildqualität verschlechtern.
Das ..GIF-Format kann gegenüber dem ...JPG-Format eine noch kleinere Datei erzeugen, ebensogut aber auch eine größere! Das hängt unter anderem von der Farbigkeit des Bildes ab: schwarz-weiß oder Color, 2 Farben oder mehr Farben usw. Man kommt nicht um das Ausprobieren herum, siehe Versuche!
Nötig ist für Umformatierungen ein Bildbearbeitungsprogramm, welches das Laden einer Bilddatei von beliebigem Format und das Abspeichern in einem beliebigen anderen Format ermöglicht aber auch etwa das Reduzieren des Bildinhalts von Farbe auf Schwarz-Weiß und zum Beispiel von 256 Farben auf 2 Farben.
Man informiere sich in der Literatur über diese Fragen.

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5. Suchen bestimmter Bilder

Einfach ist die Suche, wenn man nur Portraits einzelner Personen gespeichert hat, weil dann jeder Dateiname einen Hinweis auf die eine dargestellte Person darstellen sollte.

Hat man sehr viele Bilder mit mehreren Personen, auch nur Landschaften oder Häuser archiviert, wird die Suche schwieriger.

Manchmal erinnert man sich nur an einen bestimmten Bildaufbau, - dann nützt eine noch so gute Liste fast gar nichts, - ein andermal sucht man nach dem Bild einer bestimmten Person oder eines bestimmten Gebäudes. Im letzteren Fall wird man in der hoffentlich angelegten Liste nach dem gewünschten Begriff suchen, im andern Fall blättert man die oben erwähnten Übersichtsbilder durch. Hierbei ist die Aufteilung des gesamten Bildbestandes in mehrere Gruppen (siehe Gruppen) hilfreich, weil man sich oft erinnert, zu welcher Gruppe das gesuchte Bild gehören könnte (siehe Vater).

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            a. Informationen in der Bild-Datei

Es gibt die Möglichkeit, bestimmte Informationen in der Bilddatei unterzubringen, nach denen man dann suchen lassen kann. So gibt es unter anderem EXIF-, IPTC-, NTC-Informationen oder Kommentar-Informationen, die man einer bestehenden Bilddatei hinzufügen kann. Man ersieht daraus bereits, daß es die verschiedensten Möglichkeiten gibt, ein Bild mit zusätzlichen Informationen zu versehen. Dementsprechend kann auch nur derjenige diese Informationen lesen, der über ein Programm mit entsprechender Fähigkeit verfügt.

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b. Datei-Informationen oder Verzeichnis-Liste?

Somit ergibt sich eigentlich von selbst, ob man mit Datei-Informationen oder mit Verzeichnis-Listen arbeiten will. Will man nur selbst suchen, sind Datei-Informationen das beste Hilfsmittel, will man hingegen alle Bilder weitergeben, sollte man besser zusätzlich zu den Bildern Verzeichnisse (Listen) mitgeben. Denn bei Listen ist die Wahrscheinlichkeit, daß der Empfänger über ein passendes Programm verfügt, größer als bei einem der verschiedenen Datei-Informations-Formate.

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            c. Übersichtsbilder

Wer auch nicht über ein passendes Programm für die Listen verfügt, dem bleibt nur die Möglichkeit, die bereits erwähnten Übersichtsbilder durchzusehen. Das kann allerdings bei einigen tausend Bildern auch mit Schwierigkeiten verbunden sein.

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